Konstantin Kupka Portrait

Pessimismus hat keinen Platz

Im Portrait: Konstantin Kupka, Mitglied der IHK-Vollversammlung

 

Konstantin Kupka liebt Herausforderungen. Sie sind sein Antrieb. Nichts scheint ihm schlimmer, als wenn alles „in geordneten Bahnen läuft“ und Pessimismus hat bei ihm keinen Platz. Deshalb hat es den in Baden-Württemberg geborenen Unternehmer 2006 auch nach Gera verschlagen. „Mir wurde angeboten, die Vertriebsleitung eines Unternehmens in der Büromöbelbranche zu übernehmen und eine Fachhandelsstruktur für die Firma aufzubauen“, erinnert er sich. Diese Aufgabe war genau die Herausforderung, die er nach vielen Jahren im Vertrieb gesucht hat. „Etwas aufzubauen und weiterzuentwickeln, dafür brenne ich“, sagt Konstantin Kupka. Da war der Schritt vom angestellten Manager zum selbstbestimmt handelnden Unternehmer nicht weit. 2016 übernahm der Familienmensch Konstantin Kupka die Unternehmernachfolge des Familienunternehmens Spezialgeräte Schmölln Ablängtechnik GmbH (SGS), einer Zulieferfirma aus der Metallbranche, die hauptsächlich für die Automobilindustrie arbeitet. Völlig neue Branche, völlig neue betriebswirtschaftliche und technische Abläufe, völlig neue Marktanforderungen und eine umfassendere Verantwortung für Unternehmen und Mitarbeiter – eine Herausforderung, wie er sie liebt und der er sich mit viel Elan und Begeisterung stellt.

Menschen Perspektiven geben

Mit seinem Enthusiasmus kann er auch die Menschen in seinem Umfeld mitreißen. „Ich habe Gera als eine Stadt im Umbruch kennengelernt und bin auf viele offene Menschen gestoßen, mit denen gemeinsam ich viel bewegen konnte“, sagt der Unternehmer, dem immer auch daran liegt, mit seinen Visionen, mit Offenheit und mit Verlässlichkeit den Menschen eine Perspektive zu geben. Er arbeite gern mit Menschen, die vorwärtsdrängen, die mitdenken und mitgestalten wollen, auch wenn das nicht immer bequem sei, sagt er. So ist ihm auch gelungen die Firmenübernahme zu meistern und den langjährigen Mitarbeitern von SGS Vertrauen in die Zukunft der Firma zu geben. So wagt er sich auch an die Herausforderungen, die die Digitalisierung an Zulieferunternehmen der Automobilbranche stellt.

Junge Generation begeistern

Besonders am Herzen liegt ihm die junge Generation. Schon als Vertriebsleiter der Büromöbelfirma gehörte eine Ausbildungsinitiative zu seinen ersten Entscheidungen. Ausbildung ist für ihn auch bei SGS wichtiges Thema. Sieben Azubis in verschiedenen Ausbildungsberufen gehören heute zu den 49 Mitarbeitern der Firma. Zwei von ihnen haben gerade ihre Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer beendet und werden übernommen. Zwei Auszubildende gehören zu den besten ihres Jahrgangs. Doch nicht nur Noten, sondern Ehrgeiz, Engagement und Leidenschaft für die Arbeit sind Konstantin Kupka wichtig. „Junge Leute wollen lernen, etwas erreichen, sind ehrgeizig und engagiert“, so seine Erfahrungen. „Man muss ihnen Perspektiven und ein interessantes Arbeitsumfeld bieten – wie z. B. bei der Einführung von Insellösungen für Robotik und Industrie 4.0-Anwendungen.“

Gesellschaftliche Verantwortung

„Als Unternehmer hat man nicht nur eine Verantwortung für seine Firma und ihre Mitarbeiter, sondern auch eine Verantwortung für die Region und die Gesellschaft“, ist Konstantin Kupka überzeugt. Seit Jahren sind er und seine Frau im Lionsclub Gera aktiv. Mit ihm als aktuellen Präsidenten unterstützt der Club vielfältige Projekte mit jungen Menschen um diese zu fördern. Konstantin Kupka engagiert sich außerdem in der IHK. Wie vielen anderen Unternehmern brennt ihm ein Thema besonders unter den Nägeln: Welche Faktoren sind wichtig, um Mitarbeiter an die Firma zu binden und neue zu gewinnen? „Das ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern die Soft-Facts wiegen mehr – wie z. B. ein familienfreundliches Arbeitsumfeld in der Firma und ein lebenswertes Umfeld vor der Haustür.“ Wichtig ist ihm auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmern – z. B. zu Lösungsansätzen für mehr Digitalisierung in KMU. „Gerade für kleine Unternehmen mit kurzer Personaldecke und begrenztem Budget sind solche Austausche wichtig. Die IHK ist der richtige Rahmen dafür.“

 

Quelle: IHK Magazin Ostthüringer Wirtschaft, Ausgabe September 2018

Autor: Anne-Katrin Schnappauf, IHK Ostthüringen zu Gera 

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